8. September 2011 von Hans

Im Artikel über Winterthurs Gewässer vom April 2009 fehlen sie prominent: die Walcheweiher. Dieses Versäumnis soll hiermit ausgebügelt werden. Die drei idyllisch gelegenen Weiher im Lindbergwald sind für hiesige Begriffe schon respektable Gewässer. Im Traum des Holzbildhauers Erwin Schatzmann von den sieben Seen Winterthurs spielen sie eine massgebende Rolle. Der städtische Forstbetrieb kümmert sich seit jeher liebevoll um dieses besondere Stück Natur und stattete das Umfeld der Weiher vorbildlich aus mit Waldhütte, Sitzbänken und Grillplätzen; sehr zur Freude vieler Spaziergänger. Nun tritt in der Idylle aber eine vorübergehende Störung auf. Weiterlesen…
14. Mai 2011 von Hans
Wiisheite vom Stammtisch

Xavi:
Wüssed ihr, wieso as es z Winti a de neuralgische Verchehrspünkt e so staut???
Winti isch d Stadt vo de Linggsabbüüger!
Mugi:
Wägem linggslaschtige Stadtrat, meinsch?
Xavi:
Nid diräkt, aber vilicht häts mit dem öppis z tue. E n Erschwèèrig vom Privatverchehr isch es uf all Fäll. Me chann ali e so schön lang vor de Rotliechter la warte, will au no d Linggsabbüüger e Grüënphase bruuched. Dummerwiis betrifft s aber au de Bus und d Fuëssgänger.
Harri:
Stimmt. Ich ha mi ä scho ggfrööget, öb s das bruucht. Am „sanierte“ Zwingliplatz zum Biischpiel häsch vo föif Strasse hèèr i je viër Richtige freïi Fahrt, ali mit eigener Grüënphase. Nid nur de Querverchehr, au de Gägeverchehr mues drum warte und a föif Fuëssgängerstreife isch i dere Ziit immer Rot, bis emal öpper uf em Trottwar verturschtet. Röösli, gi mer no e Stange!
Xavi:
Das Luxusaagebot für Abbüüger belaschtet d Kapazität vo de Chrüüzige ungemein. Wieso söll eine vo de Breiti hèèr i d Tösstalstrass Richtig Stadt, wo n er doch hett chöne i d Züghuusstrass? Wieso söll öpper stadtuuswärts vo de Tösstal- oder Pflanzschuëlstrass chöne in Obere Düütwäg abschwänke, wo s doch au via Sanggallerstrass ggange wèèr? Wieso söll me vom Obere Düütwäg hèèr via Zwingliplatz Richtig Tösstal fahre, anstatt via Grüzefäld- und Seeënerstrass?
Mugi:
Vilicht chunnt das vo daahèèr, das d Stadt meint, me sött nid z vil Routeplaanig müëse mache. S Uufpasse uf Rot und Grüën seig für en Winterthurer scho aaschträngend gnuëg.
Xavi:
Z Züri weiss jede: A n ere Chrüüzig gaht s entweder graduus oder dänn höchschtens nach rächts. Da überleit me sich halt im Vooruus, wo me dure will. Röösli, zahle!
16. April 2011 von Hans
Natürlich hat mir die Ungewissheit um die Umbenennung der Rosen- in Rossenstrasse keine Ruhe gelassen. Beim Forstbetrieb Winterthur zeigte sich Herr Beat Kunz als sehr hilfsbereit und verwies mich auf das 331. Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur von 2001, wo von Roosen, Rossen oder Roossen als bewässerten Gruben für die Flachsverarbeitung die Rede ist.
Unter den Suchwörtern Rossen, Weiterlesen…
25. März 2011 von Hans
… oder rössige Rosen. Einer der ersten Kinderwitze kam mir heute in den Sinn. Er wurde mir damals von meinen Eltern erzählt. Es ging um einen Knaben, der auf seinen Wunschzettel etwas unbeholfen geschrieben hatte: Ein Röselein und ein Weggelein. Er war dann sehr enttäuscht, als er nur eine Blume und ein weisses Brötchen erhielt, wo er doch an ein Rösslein mit einem Wägelein gedacht hatte.
Liebe Bekannte von mir in Seen schwärmen von jenem wundersamen Waldplatz am Beginn des Steintobels, südlich der Eschenberg-Lichtung. Sie nennen ihn den Zauberplatz. Die Szenerie mit der von den zusammenfliessenden Bächen wild zerklüfteten Sandsteinfluh im diffusen Licht der hohen Laubbäume, mit kleinen Höhlen, Tümpeln, Wasserkaskaden und bizarren Totholzgebilden hat tatsächlich etwas Faszinierendes, Zauberhaftes. Weil mittendrinn eine fünfgliedrige Weggabelung eine „Hand“ bildet, exakt wie die riesige Pratze eines grossen Waldgeistes, habe ich im Frühjahr 2008 meine Versli zu diesem Naturschauspiel „Waldgeischter-Hand“ genannt (siehe Kategorie „Chliini Poesie“ in diesem Blog). Ich verwendete darin unter anderem die offiziellen geographischen Bezeichnungen „Rosenbach“ und „Rosenstrasse“.
Das Epos ist jetzt Abfall. Bei meiner heutigen Exkursion ins Steintobel traute ich meinen Augen nicht. Die vertrauten hölzernen Waldstrassen-Schilder der Rosenstrasse sind durch neue ersetzt. Sie fallen sofort auf, weil sie so schön neu sind, glänzend lackiert und die eingekerbte Schrift mit leuchtend-neuer roter Farbe ausgezogen. Das Strässchen, in meinem Hand-Vers der kleine Finger, heisst jetzt „Rossenstrasse“. Zuerst dachte ich an einen Fehler. Schreibfehler auf einem offiziellen Schild sind ja immer besonders peinlich, wenn auch lustig. Aber nein! An der Kreuzung mit der Burgstallstrasse kommt die Bestätigung: nochmals „Rossenstrasse“. Falls entsprechende Forschungen über historische Flurnamen zu dieser Korrektur geführt haben, ist die Erkenntnis ja sicher wichtig genug, dass wir noch davon hören werden. Oder beschäftigt vielleicht das städtische Forstamt einen Lehrling mit Migrationshintergrund?
30. Oktober 2010 von Hans
Derzeit gibt es in Seen Hunderte Löchli. Und Hunderte Arbeiter, die versuchen, es den grossen Tiefbauarbeitern von der Tösstalstrasse gleichzutun. Da sind sie aber noch meilenweit davon entfernt. Sie üben noch. Eigentlich sind sie so etwas wie Maulwürfe. Allerdings hat hier jeder sein eigenes Löchli Weiterlesen…